Kaltmahlen

Kaltmahlen, Cryogen-Mahlen

Kaltmahlen oder auch Cryogen-Mahlen ist ein Verfahren zur Zerkleinerung von Partikeln durch mechanische Krafteinwirkung und Versprödung des Materials mittels Kühlung durch flüssigen Stickstoff. So wird das Bruchverhalten zäher oder elastischer Materialien in den Zustand versetzt, dass eine Mahlung überhaupt möglich ist.

Eine Mahlung unter flüssigem und gasförmigem Stickstoff ist auf folgenden Anlagen möglich:

  • Stiftmühle
  • Pralltellermühle
  • Pralltellermühle ausgestattet als Labormühle

Eignung der Kaltmahlung für folgende Stoffe:

  • Zähe und elastische Stoffe
  • Produkte mit einem hohen Öl- oder Fettanteil, wie Muskatnuss, Ölsaat, Gewürze, Aromastoffe
  • Staubexplosive Stoffe, da Stickstoff oder Kohlendioxid durch die Verdrängung von Sauerstoff eine inerte Atmosphäre herstellen, die Brände und Explosionen sicher vermeidet

Anwendungsbereiche für Kaltmahlung:

  • Ethylenvinylacetat (EVA)
  • Lebensmittel zum Erhalt von Vitaminen und Eiweißen
  • Gewürze, wie z.B. Pfeffer, Ingwer, Kardamom oder Nelken, zur Erhaltung von Duft- und Geschmackstoffen, Aromen sowie ätherischen Ölen
  • Kunststoffe, Kautschuk, Thermoplaste, Elastomere und Wachse
  • Stoffe mit einem geringen Erweichungspunkt

Am tiefen Graben 6, 99510 Apolda, Deutschland
+49 (3644) 5058-0
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